NRW-weites TeleMentoring eMail-Patenschaften
zur Berufsorientierung!
Im
NRW-weiten Projekt TeleMentoring übernahmen ehrenamtliche Mentor(inn)en im
Projektzeitraum 1999 bis 2004 Job-Patenschaften via Internet und unterstützten
benachteiligte Jugendliche bei ihrer Berufsorientierung.
In nicht-kommerziellen Internetcafés sowie in Qualifizierungsmaßnahmen
verschiedener Bildungsträger in NRW fanden die Jugendlichen die
notwendige Infrastruktur (d.h. kostenlose Nutzung von PCs mit Internetanschluss,
Vor-Ort-Betreuung durch Jugendbetreuer), um sich am TeleMentoring-Projekt
beteiligen zu können. Zielgruppe des Projektes TeleMentoring waren
arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Jugendliche im Alter von
16 bis 24 Jahren. Für die Umsetzung des Projekts und dessen Erfolg
war vor allem auch die Unterstützung durch die örtlichen Jugendbetreuer
wichtig. Sie gewährten Hilfe bei technischen, inhaltlichen und psycho-sozialen
Fragen und sorgten für das nötige Feedback zum Projektteam.
Die in den fünf Projektjahren gewonnenen Erfahrungen zeigen, dass
durch TeleMentoring vor allem Motivation und Selbstwertgefühl der
Jugendlichen aufgebaut und gestärkt wurden. Die Kombination von
individueller Hilfestellung und praktischen Tipps zur Berufsorientierung
wurde von den jungen Arbeitslosen gerne angenommen. TeleMentoring bot
den ehrenamtlich tätigen Mentor(inn)en die Möglichkeit des
persönlichen sozialen Engagements und trug zu einem Dialog der Generationen
bei. Das Internet und der Erfahrungsaustausch per eMail förderten
den vorurteilsfreien Umgang miteinander. Neben den technischen wurden
insbesondere auch soziale Kompetenzen der Teilnehmer trainiert. Anders
als traditionelle Mentoring-Programme war TeleMentoring durch die Nutzung
der Neuen Medien und ihrer Kommunikationswege unabhängig von Zeit
und Raum. Stattdessen wurden die Potenziale des Internets als Austauschmedium
genutzt.
Das Projekt arbeitete mit zahlreichen Kooperationspartnern zusammen,
welche an Standorten in ganz NRW vertreten waren. Sowohl Bildungsträger
im ländlichen Raum als auch solche in städtischen Ballungszentren
waren mit zahlreichen Internetcafés und Bildungseinrichtungen
dabei.
Auftraggeber des TeleMentoring-Projektes war das Arbeitsministerium
NRW. Finanziell gefördert wurde das Projekt mit Mitteln des Landes NRW
und der Europäischen Union. Die ecmc Europäisches Zentrum für
Medienkompetenz GmbH in Marl organisierte und koordinierte über
den gesamten Zeitraum das Projekt. Das Projektbüro war Ansprechpartner
für Teilnehmer(innen), Kooperationspartner und Interessierte. TeleMentoring
verstand sich als ergänzende Maßnahme der professionellen
Berufsberatung seitens der Arbeitsämter. |